Pfarrei St. Jakobus der Ältere
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| St. Jakobus-Kirche Waigolshausen |
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231 Jahre Pfarrei WaigolshausenManche werden sich sicherlich noch an das Jahr 1980 erinnern, das Jahr, in dem 2 neue Glocken das Geläute unserer Pfarrkirche St. Jakobus d. Ä. ergänzten. Dies war das Jubiläumsjahr, in dem unsere Pfarrei 200 Jahre Selbstständigkeit feiern konnte. Nun sind seitdem 31 Jahre vergangen und so können wir am 14. Februar 2012, dem Valentinstag, nun das 231-jährige Bestehen begehen. Hier wollen wir den historischen Werdegang der Pfarrei kurz darstellen, der der 1980 erschienenen Chronik (von Richard Strobel zusammengetragen und von Kurt Werthmann geordnet und in Form gebracht) entnommen wurde: Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes als Witoldeshusen stammt aus dem Jahr 1060. Urpfarrei für uns war Eßleben. Danach gehörten wir zu Ettleben und schließlich zu Hergolshausen. Im Jahre 1777 begannen die Verhandlungen zur Errichtung einer eigenen Kaplanei. Mancherlei Ränke wurde getrieben, der Pfarrer zu Hergolshausen wollte diese Errichtung solange verschieben lassen, bis Waigolshausen die Pfarrscheuer bezahlt hätte, was wohl bis heute nicht geschehen ist. Alles half jedoch nichts, aus der Kaplanei wurde sogar eine eigene Pfarrei, und am 11. Februar 1780 wurde Domkaplan Christoph Theophil Allgaier als erster Pfarrer von Waigolshausen proklamiert. Am 14. Februar 1780, dem Valentinusablassfest, wurde er dann der sich freuenden Gemeinde vorgestellt. Wann die erste Kirche erbaut wurde, ist nicht nachgewiesen, doch kann man davon ausgehen, dass um das Jahr 1350 bereits eine Kirche bestand. Größere Veränderungen an der Kirche wurden in den Jahren 1609 und 1861 vorgenommen, nämlich ein Neubau 1609 und eine Vergrößerung (in Längsrichtung) 1861, um den Platzbedarf zu decken. 100 Jahre später war auch diese Kirche zu klein und musste einer neuen, größeren weichen, wobei der Turm erhalten blieb. Grundsteinlegung war am 14. Mai 1961, Richtfest am 25. August 1961. Am 25./26. November 1961 erfolgte die Weihe der Kirche durch Bischof Josef Stangl Aufgrund erheblicher baulicher Mängel ist auch dieser Bau bereits nach 50 Jahren leider schon dem Abriss geweiht. Die Planungen für den Neubau einer kleineren Kirche haben Ende 2011 begonnen (zuvor wurden bereits schon Überlegungen angestellt, die aber wegen Geldmangels seitens der Diözese Würzburg zurückgestellt werden mussten).
Glocken sind mindestens seit 1640 vorhanden, manche sind beim Läuten zersprungen, so geschehen auch beim Trauergeläute für König Max II. am 29. März 1863. Andere Glocken sind dem Krieg zum Opfer gefallen, ja sie mussten für die Kriegsindustrie abgegeben werden (sowohl im 1. als auch im 2. Weltkrieg). Im Jahre 1949 wurden 2 neue Glocken angeschafft, die am 24.12. d. J. das Heilige Jahr 1950 eingeläutet haben. 1980 wurde das Geläute dann um eine große Glocke (1570 kg) und eine kleine Glocke (180 kg) ergänzt. Eine Orgel gab es wohl erstmals im Jahre 1680. Neue Orgeln gab es auch in den Jahren 1712 und 1891. 1961, nach dem Neubau der Kirche, war auch eine neue Orgel erforderlich; sie wurde am 25. November 1962 eingeweiht. Der erste Kirchenpatron war wohl der heilige Laurentius. Er wurde dann von dem heiligen Apostel Jakobus d. Ä. verdrängt. Anfang des 18. Jahrhunderts setzte dann die Valentinusverehrung ein, unterstützt durch wundersame Gebetserhörungen, die geschehen sind. Die 90-seitige Chronik enthält noch viele interessante Details, für die hier leider der Platz fehlt. Auch nach dem Jubiläumsjahr 1980 hat sich die Pfarrei Waigolshausen weiterentwickelt. Pfarrer Volker Benkert steht als Priester der Pfarreiengemeinschaft Luisenhöhe vor, die wir zusammen mit den Pfarreien Schwanfeld, Wipfeld, Hergolshausen und Theilheim bilden, und ein mithelfende Priester und ein Diakon stehen uns engagiert zur Seite. Und das kirchliche Leben ist durch die vielfältigen Aktivitäten der unterschiedlichsten Gruppen sicherlich nicht langweilig geworden. Die rege Beteiligung an Wallfahrten, Prozessionen, Pfarrfesten, Pfarrfamilienabenden und Vielem mehr sind Ausdruck der Verbundenheit mit dem Glauben und auch untereinander.
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